Qualitätsmanagement
Ein Forschungsschwerpunkt des IPJ gilt der Qualitätssicherung im Journalismus – und hier vor allem der Tageszeitung und ihrem Web-Auftritt. Ausgangspunkt ist ein von Prof. Dr. Michael Haller und seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern seit 1998 entwickeltes Forschungsprogramm. Im Zentrum stehen NORMATIVE Leistungserfordernisse und das BENCHMARKING für redaktionelle Inhalte, zudem Studien zur Medienwahrnehmung mit dem EYETRACKING (Blickverlaufsmessung) und Datenanalysen von READERSCAN-Erhebungen.
Medienerschließung und -nutzung
Zeitungsverlage müssen ihr Medienangebot weiter entwickeln, damit sie für ein möglichst großes Publikum attraktiv bleiben. Insbesondere die nachwachsenden Generationen müssen an die Lesemedien herangeführt werden. Mit den Methoden der Blickverlaufsmessung kann auch der vorbewusst ablaufende, flüchtige Medienkontakt erfasst und die Erschließung der Inhalte analysiert werden. Medienmacher können aus diesen Studien des IPJ Rückschlüsse zur Optimierung ihrer Angebote ziehen.
Online-Leserpanel
Mit dem Projekt »Crossmediale Mediennutzung «ermittelt das IPJ, wie die Leser und Online-Nutzer Informationsangebote ihrer Zeitung nutzen – oder auch nicht nutzen. Hierzu werden bis zu tausend deutsche Mediennutzer über ein interaktives Online-Panel in Wellen zu tagesaktuellen Themen befragt. Daraus ergeben sich Antworten zu Fragen wie diese: Wie können junge Leute, die sich online informieren, an die gedruckte Zeitung herangeführt werden? Was muss getan werden, damit auch ältere Zeitungsleser das Onlineangebot ihrer Regionalzeitung attraktiv finden?
mehr zur Online-/Offline-Nutzungs-Forschung
Info-Netzwerke von Topjournalisten
Durch die digitale Revolution und den zunehmenden Konkurrenzkampf unter den Medien hat sich Journalismus erheblich beschleunigt – aber dieser Trend führt auch zu Verflachungstendenzen. In diesem Projekt wird untersucht, wie in diesem atemlosen Rennen die Qualitäts- und Leitmedien ihren Orientierungsvorsprung halten und Tiefe und Verlässlichkeit sichern können: indem ihre Journalisten sich in verzweigte wie auch engere Netzwerke mit Informationseliten und Akteuren aus Politik und Wirtschaft einklinken.
Medienethik / Normen des Journalismus
Journalisten stehen oft im Widerstreit zwischen widersprüchlichen Handlungsnormen, so zum Beispiel: Publikumsgeschmack kontra Privatsphäre oder Sachinformation kontra Sensationalismus. Die Frage lautet: Wie kann der Journalismus mehr Handlungssicherheit gewinnen? Anhand konkreter Problemfälle werden hierzu Antworten erarbeitet.
Der Leser- und Pressemarkt in Europa
Ein weiterer Schwerpunkt gilt den Einflussgrößen des Pressemarkts in Europa als Umschlagplatz der Pressefreiheit. So befasst sich ein Forschungsprojekt mit den Auswirkungen der Gratistagespresse auf den Zeitungsmarkt und den Journalismus in den westeuropäischen Ländern.
mehr zum Forschungsprojekt »Gratiszeitungen in Europa«
Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2010
Relaunch-Irrtümer
In einer kleinen Serie greift Michael Haller Woche für Woche Relaunch-Irrtümer auf – nicht als Blattkritik, sondern im Sinne einer Hilfestellung. mehr …
Eyetracking
Eine Forschungsmethode, die am IPJ genutzt wird. Mehr …
IPJ-Buchreihe
In der neuen Buchreihe des IPJ erschien als erster Band ein Forschungsbericht von Lutz Mükke. Mehr …